Soma Dottershausen

Soma Dottershausen

Neubau Soma Kunststofftechnik in Dotternhausen

SOMA ist der Spezialist für technische Siebe und Filtereinsätze aus Kunststoff. Herstellung technischer Siebe und Filterelemente. Verarbeitet werden Kunststoff- und Metall-gewebe, Membranen. Die Maschen- bzw. Porenweite reicht von 0,2µ bis 4000µ. SOMA GmbH & Co.KG wurde Anfang 2007 von Frank Sommer und Andreas Massold gegründet.

Die Bauaufgabe:

Die gemieteten Geschäftsräume in Obernheim in einer alten Spinnerei waren den Wachstum der Fa. Soma nicht mehr gewachsen. Nachdem Fa. Soma, ein junges, dynamisch wachsendes Unternehmen in der Kunststoffverarbeitung, ein Gewerbegrundstück in Dotternhausen erwerben konnte, stand einer Neubauplanung nichts mehr im Wege. Als Jungunternehmen war eine wirschaftliche Bauweise unter Ausschöpfung aller Födermöglichkeiten wichtig. Der relativ günstige Grundstückspreis in Dotternhausen ermöglichte groß zu denken und eine zusätzliche Werkserweiterung (auf die doppelte Produktionsgröße) gleich mit zu planen. Ein Konzept das sich schon jetzt bestätigt zeigt. 

Die Planung:

Zusammen mit Herrn Sommer und Herrn Massold erarbeitete Architekt Hägele ein Werk maßgeschneidert für die Speziellen Bedürfnisse einer zukunftsfähigen Kunstoffverarbeitung, die ihre Innovation auch architektonisch sichtbar machen wollte. Das Baugesuch wurde im Juni 2014 nach intensiven Ab-stimmungen mit den Bauherren und den örtlichen Fachingenieuren eingereicht und im März 2015, nachdem das Grundstück erworben war, genehmigt.

Besonders innovativ sollte das Enegiemanagement sein. In der Kunststoffverarbeitung fällt viel Wärme an. Die energieintensiven Maschinen müssen zusätzlich gekühlt werden. Bislang erfolgte dies mit einer energiefressenden Kühlmaschine, die die teuren Spannungsspitzen nach oben getrieben hatte. Der Einsatz von Energiepfählen verbesserte das Energiemanagement und die Produktionsqualität erheblich. Die Abwärme der Produktion wird kosequent genutzt, dass auf eine konventionelle Heizung verzichtet werden konnte. Das neue Produktionsgebäude hat eine Grundfläche von 2.842 m² und ist 4-mal größer als die bestehenden Räumlichkeiten in der ehemaligen Spinnerei Obernheim. Ein zweiter Bauabschnitt mit 1220 m² ist bereits genehmigt und kann in kürzester Bauzeit angebaut werden. Fa. Soma hat so bis 2024 Planungssicherheit. 

Im November 2013 wurde mit der Planungsarbeit begonnen. Das Architekturbüro Hägele war von der Grundlagenermittlung über Entwurf, Bauantrag, Werkplanung und GU Ausschreibung beauftragt. Zur vollständigen Grundlagenermittlung wurde eine Vermessung, ein Brandschutzgutachten, ein Bodengutachten und die Statik an örtliche Ingenieurbüros vergeben. Weiter übernahm Herr Hägele die Baupberleitung über den Generalunternehmer um die Bauherrenwünsche kontrolliert umzusetzen. 

Eine Besonderheit war der Baugrund. Der anstehende Posidonienschiefer hat die Besonderheit, dass er nur dann formstabil ist, wenn dieser feucht gehalten wird. Weiter ist der Boden empfindlich auf Kalkstein. Wird das nicht beachtet, kann der Boden quellen und mit unerwünschte Verformungen dem Gebäude schaden. Unser Konzept ist, dass sämtliches Niederschlagswasser zur Versickerung unter das Gebäude geführt wurde und Überläufe das überschüssige Wasser in die Retention führen. Nach 4 Jahren können wir feststellen, dass das Konzept aufgegangen ist.

Die Realisierung

Nachdem die Fördermittel zugesagt waren, und die Baugenehmigung vorlag, wurde eine Ausschreibung für einen Generalunternehmer erarbeitet und verschickt. Die Firma Schwörer Komplettbau konnte den Auftrag für sich entscheiden. Baubeginn war im August 2015. Fertigstellung Juli 2016. Die Zusammenarbeit mit Fa. Schwörer Komplettbau, insbesondere Herrn Guhl und Herrn Bantle war ausgesprochen positiv. Es zeigte sich einmal mehr, dass es von Vorteil ist, mit reginonalen Firmen zusammenzuarbeiten. Auch die Fa. Schwörer arbeitete mit regionalen Subunternehmern. Durch die umfangreichen Vorarbeiten, die in die Generalunternehmerausschreibung eingeflossen sind, kam es zu keinen Nachträgen für die Bauherren. Der Bau konnte im geplanten Budget errichtet werden. 

Mein besonderer Dank gilt den Bauherren, die außergewöhnich positiv in jeder Situation mitgewirkt haben. Herr Massold konnte durch ausgesprochen pfiffigen und innovativen Ideen das Energiemanagement so optimieren, dass er den eigentlich notwendigen Fachingenieur voll ersetzte. Weiter ist die Fa. Europooles Herr Vögele, Houonker Elektroanlagen und Nichelmann Haustechnik positiv zu erwähnen.